Landgericht
Berlin- 20. Dezember 2008
Die
junge Chemiestudentin wies den Mann zurück und bezahlte
dafür mit dem Leben: Jetzt verurteilte das Landgericht
Berlin den 22-Jährigen Hilfskoch zu einer lebenslangen
Haftstrafe. Er soll die junge Frau erst gewürgt, dann mit
einem Hammer niedergeschlagen und schließlich bei
lebendigem Leib verbrannt haben.
Zehn
Monate nach dem Feuertod einer Studentin ist ein
22-jähriger Nicaraguaner
am 19. Dezember 2008 vom Landgericht Berlin wegen Mordes,
schwerer Brandstiftung und Diebstahls zu lebenslanger Haft
verurteilt worden: Der Nicaraguaner wurde schuldig
gesprochen. Die Indizienkette ist aus Sicht der Richter
lückenlos. Tatmotiv war seine Verärgerung darüber, dass die
aus Polen stammende Karina J. seine Annäherungsversuche
zurückgewiesen habe.
Was vor zehn Monaten ganz geschah weiß man nicht. Karina
hat Carlos G. in den frühen Morgenstunden kennen gelernt.
Lachten. Flirteten, Dann nahm Karina Carlos mit in ihrer
Wohnung.
Was sich in der Wohnung abspielte, konnte das Gericht nicht
vollständig klären.
"Es muss einen Punkt gegeben haben, wo die Frau sich
wehrte. Vermutlich wurde der jungen Studentin die Situation
zuviel. Ihrem Freund schrieb sie eine Not-SMS: Hier ist
Jemand, der setzt mich unter Alkohol“.
„Der Angeklagte entschloss wohl die 20-Jährige sich aus
Frust und Verärgerung zu töten", argumentierte der
Vorsitzende Ralph Ehestädt.
Carlos
G. leugnet die Tat.
Das Gericht aber stützt sein Urteil auf eine "lückenlose
Indizienkette".
In der Wohnung des Mannes fanden Ermittler Kleidung der
Studentin und eine Kamera.
In der Wohnung von Karina J. lag sein Schlüssel.
Fingerabdrücke wurden gesichert. Außerdem habe der
Angeklagte einige Monate vor dem Mord eine damalige
Freundin angegriffen und gewürgt. Die Frau hatte sich von
ihm getrennt.
Im
Schlusswort beteuert G. seine Unschuld.
Mit dem Urteil folgte das Gericht dem Antrag der
Staatsanwaltschaft.
Die Verteidigung kündigte bereits Revision an.